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Videoclip mit After Effect & Co.

Métro Paris avec Julie M.

Métro Paris

Einen Parkplatz beim Hauptbahnhof Luzern direkt vor dem Eingangsportal fand ich auf Anhieb.

Hehe – Glück gehabt wird jetzt der eine oder andere sagen.

Ja, ein bisschen schon, aber das gehört ja auch zum täglichen Leben. Für mein Fahrzeug brauche ich gerade mal 80 cm in der Breite und die Parkplätze sind kostenlos. Hihi. Mit meiner Kamera, einem aufgeschraubten Objektiv und einem alten SONY Camcorder, mit dem ich zuvor noch niemals filmte, wartete ich auf das Eintreffen der Julie.

Gleis 4:

Die Züge sind ja sowas von pünktlich. Exakt um vier nach vier und auf die Sekunde genau stand Sie da. Die bezaubernde Julie. Hübsch gekleidet, perfekt ‚gemaked-up‘, einem wunderschönen Lächeln und verwehten Haaren. Auf dem linken Arm hielt sie ihr Jackett und am rechten hing ein Rollkoffer in der Grösse XXL. Gefüllt mit Klamotten und Schuhen für einen Aufenthalt von mindestens 3 Wochen in Alabama oder wo auch immer. Also hatte sie genügend Material für viele, viele Shooting-Set’s mit dabei.

 

Ich habe mich wirklich gefreut 

die Julie wieder mal zu treffen. Erst genossen wir einen Kaffee und quatschten ein bisschen über das bevorstehende Projekt. Nur kurz und das meine ich wirklich so. Kurz planen reicht da auch völlig aus.

 

Ich mache Ihnen mal ein Beispiel dazu.

Stellen Sie sich vor oder nehmen wir einfach mal an: Der Fotograf möchte ein wunderschönes Foto schiessen, bei dem das Model elegant auf der Umrandung des Wasserbeckens beim Löwen Denkmal sitzt und verträumt in die Gegend schaut.

Im Drehbuch würde stehen: Punkt 16 Uhr 30 vor Ort eintreffen, Blitzlichter und Lichtformer aufstellen, Licht ausmessen, Kamera positionieren, Model platzieren, choreografisch unterstützen und den Auslöser drücken. Tönt einfach und das Foto wäre sicher perfekt geworden.

 

Jetzt stellen Sie sich aber das mal vor!

Gerade als das Licht eingestellt war kam eine Gruppe von etwa 30 Chinesen auf uns zu und es kam noch besser. Auch die Japaner trafen ein. Einen ganzen Reisebus voller Japaner. Und jetzt standen sie alle da. Alle mit Kameras bestückt und freundlichen Blicken auf

das Model gerichtet. Ich, der Fotograf konnte weder den Brunnen, das Denkmal noch das Model sehen.

Vorsichtig rief ich ihren Namen und hoffte auf ein Lebenszeichen. Ja, hier bin ich..…. Das tönte irgendwie verzweifelt, aber Sie war immerhin noch da.

Ob die Reisenden alle das Denkmal zur Kenntnis nahmen oder nicht steht in den Sternen. Was soll’s. Die Bilder dazu finden Sie auch im Prospekt. Und genau deshalb erstelle ich keine Drehbücher. Funktioniert bei mir sowieso nur in den wenigsten Fällen.


Aber jetzt zur Shooting Idee selbst.

Ich wollte immer schon einen kleinen Métro Clip erstellen. Dazu brauche ich lediglich ein paar Fotos und kurze Video-Sequenzen. Der Dreh hätte auch direkt in Paris stattfinden können, aber das war für uns beide einfach zu weit entfernt. Na dann .. Eine komplette Metro Station gestalten, quietschende Räder von fahrenden Zügen simulieren, wunderschöne Kamera Schwenks aufbauen und einen coolen Background-Sound erstellen.

Und genau die Vorbereitungsarbeiten zu diesem Film machten wir heute zusammen.


Das Shooting: Dazu gibt’s nur wenig zu erzählen.

Alles lief wie geplant und auch sehr zügig. Die Julie war sehr aufmerksam, posierte wie professionelle und achtete sorgsam auf Details.

An dieser Stelle ein richtig dickes Dankeschön an die Julie.

Dieser Tag wird unvergesslich bleiben und hat uns sehr viel Spass gemacht.

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